Reiserücktrittsversicherung - Diskussion
So mancher freut sich das ganze Jahr drauf, auf den Urlaub. Die Reise ist geplant und auch bereits gebucht, und dann wird man krank oder es kommt etwas anderes dazwischen. Die Ferien müssen ausfallen, und der Veranstalter verlangt trotzdem Geld. Bis zu 60 Prozent des Preises - so hoch können diese Stornogebühren nun sein. Wer für den Fall des Falles auf Nummer sicher gehen und solche Kosten vermeiden möchte, kann mit der Reise eine Reiserücktrittsversicherung buchen.
In den meisten Fällen werden die Policen im Reisebüro angeboten. Wichtig ist: Man muss die Versicherung spätestens 8 bis 14 Tage nach Buchung der Reise abschließen. Die Bedingungen und Prämien dafür sind bei allen Anbietern weitgehend gleich. Sie richten sich nach dem Reisepreis. Liegt der beispielsweise bei 1500 Euro pro Person, so muss man 30 bis 40 Euro zahlen, bei 3000 Euro wären es bis zu 90 Euro (Angaben laut Bund der Versicherten).
Wer diesen Betrag zahlt und den Versicherungsschutz in Anspruch nimmt, muss unter Umständen trotzdem weitere Kosten tragen. So verlangen einige Versicherungen eine pauschale Selbstbeteiligung von 25 Euro z.B. wenn beim Versicherten eingebrochen wird, es bei ihm brennt oder ein naher Angehöriger schwer krank ist oder gar stirbt. Auch wenn Arbeitslose einen neuen Job finden, ist das Grund für einen Reiserücktritt. Noch höher kann die Selbstbeteiligung bei Krankheit (man muss als Nachweis ein ärztliches Attest vorlegen) ausfallen. Auch hier trägt der Kunde mindestens 25 Euro, aber insgesamt bis zu 20 Prozent des Reisepreises. Man kann inzwischen allerdings auch Versicherungen ohne Selbstbeteiligung abschließen.
Man sollte also auf alle Fälle überlegen, ob das eigene Risiko eines Rücktrittes so groß ist, dass sich eine Reiserücktrittsversicherung lohnt. Befragen Sie einen Versicherungsfachmann nach einer Reiserücktrittsversicherung, so können Sie die richtige Entscheidung für Ihre Lebenssituation treffen.
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